Niedersächsiches Kutschenmuseum
Hipologische Gesellschaft
Lilienthal- Trupe

   
 
Kutschen,
eine Vielfalt auf
Rädern

 

Wenn wir uns heute manchmal über die Vielzahl der Automobil-Modelle wundern, so müssten wir nur einmal in der Kutschenliteratur oder einem Wagenmuseum nachschauen; ein noch viel größeres Erstaunen würde uns ergreifen angesichts der Vielfalt der von Pferden gezogenen Transportmittel.

Vor vielen hundert Jahren begannen die Menschen nach fahrbaren Untersätzen zu suchen. So ließen sich die Wagenbauer oder auch Stellmacher (die immer mit einem Schmied zusammenarbeiteten) stets neue Modelle einfallen. Für jeden Zweck und jede Gelegenheit entstanden Varianten. Natürlich spielte der Stand und der Geldbeutel des Auftraggebers eine maßgebliche Rolle: Die Adelskarossen strotzten vor Gold und edlen Bezugsstoffen, diejenigen der gehobenen Bürger waren vornehm-zurückhaltend, doch auch dieser Stand wollte zeigen, dass er es sich leisten konnte, mit einem angemessen ausgestatteten Gefährt von einem Ort zum anderen zu gelangen. Die einfachen Leute und Bauern fuhren, wenn überhaupt, mit zweckdienlichen Fahrzeugen. Häufig konnte man diese Wagen für unterschiedliche Gelegenheiten geringfügig umbauen.

 

Der Verein

In Anbetracht der schnelllebigen Zeit und in der Furcht, dass alle diese alten Fahrzeuge den Weg aller ungenutzten Dinge gehen, hatten sich einige Freunde zusammengefunden und in Lilienthal bei Bremen in Niedersachsen einen Kutschenverein gegründet (Hippologische Gesellschaft).

Dieser Verein entstand 1973. Bald schlossen sich weitere Mitglieder an, und es wurde über ein Museum beraten, das sich zur Aufgabe machen sollte, alte, noch vorhandene Fahrzeuge aus dem Ort und der nahen Umgebung zusammenzuführen und nach geringfügiger Sanierung der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Devise war: Ein lebendiges Museum zu führen, in dem keine verfallenen und nicht mehr fahrbereiten Wagen aufgenommen wurden, sondern alle Exponate sollten bei bestimmten Anlässen das Museum verlassen können, wohlgemerkt auf den eigenen Rädern.

 

Das Museum

 

 

1977 war es dann soweit: Von einer befreundeten Landwirtschaftsfamilie wurde eine Scheune zur Verfügung gestellt. Nach einigen Umbauten konnten Kostbarkeiten auf Rädern der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es war ein großer Augenblick!

Im aktuellen Jahr 2004 nun beinhaltet die Sammlung des Lilienthaler Kutschenmuseums 35 Fahrzeuge, darunter fünf Schlitten und etliches Zubehör. Die Palette der ausgestellten fahrbaren Objekte reicht vom Ackerwagen bis zur vornehmen Stadtkutsche: Kalesche, Victoria, Coupe, Landauer; auch einachsige Gigs, Dogcarts und Ponycarts können die Besucher in Augenschein nehmen und anfassen.

 

 


das Erdgeschoss


das Dachgeschoss

     
   

Besichtigungen im Kutschenmuseum Lilienthal werden von den Mitgliedern des Vereins gern und fachkundig geführt. Es ist aber auch möglich, anhand der guten Beschriftung selbstständig durch das Museum zu wandern und je nach Interesse länger oder kürzer zu verweilen.

Auch größere Gruppen werden herzlich willkommen geheißen.

Die Schätze aus der Vergangenheit sind es wert, den Menschen der Gegenwart nahe gebracht zu werden. Sie lassen uns erleben, wie klug und einfallsreich "die Leute von gestern und vorgestern" doch waren.

 

  Öffnungszeiten

Das Niedersächsische Kutschenmuseum Lilienthal- Trupe ist ganzjährig für Gruppen nach telefonischer Anmeldung geöffnet.
Telelefonische Anmeldung unter 0498- 1707 oder unter Tel.-Nr. 04292-1223

Ansprechpartner
für weitere Informationen sind
1. Vorsitzender
Hermann Cronjäger
M;oorhausen 5
28865 Lilienthal
Tel.- Nr. 04292-1223 
bzw. 01713107005

 

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